das 1mal 1 der Proteinpullver

Das 1 mal 1 der Proteinpullver

In der Ernährung wurde in den vergangenen Jahrzehnten vor allem den Kohlenhydraten und Fetten besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Doch auch Proteine spielen eine wichtige Rolle, so dass Eiweißshakes und Proteinpulver in den Fokus gerückt sind. Gerade der Trend zu den Fitnessstudios hat dazu geführt, dass sich immer mehr Menschen auch für Proteinnahrungsergänzungsmittel interessieren. Der große Vorteil ist, dass diese nicht nur unterstützend beim Muskelaufbau, sondern auch beim Abnehmen helfen können. Im folgenden Artikel werden wir Ihnen erklären, wie diese Supplemente sich auf Ihren Energiestoffwechsel auswirken.

Was steckt hinter dem Begriff Proteinpulver?

Bei diesen besonderen Nahrungsergänzungsmitteln handelt es sich um Präparate aus pflanzlichen und tierischen Proteinen. Sie werden deshalb auch als Proteinpulver, bzw. Eiweißpulver bezeichnet. Beim Aufbau neuer Muskeln benötigt Ihr Körper vermehrt Aminosäuren, um die dafür benötigten körpereigene Proteine bilden zu können. Die Bestandteile der Supplemente können vom Körper leicht in die dringend benötigen Aminosäuren zerlegt werden. Die Pulver werden in der Regel getrunken nachdem Sie zuvor in Wasser oder Milch gelöst wurden. So entstehen auch die bekannten Proteinshakes. Vor allem wenn die Proteinsupplemente zur Unterstützung beim Abnehmen eingesetzt werden sollen, sollten Sie auf zusatzstofffreie Produkte zurückgreifen. Das bedeutet, dass die Hersteller auf Konservierungsmittel, unnötige Geschmacksverstärker, sowie den Zusatz von Zucker verzichten.

Die meisten Proteine des menschlichen Körpers bestehen aus 100-300 aufeinanderfolgende Aminosäuren. Man findet dabei in menschlichen Proteinen 22 verschiedene L-Aminosäuren, die zum großen Teil vom Körper selbst gebildet werden können. Diese bezeichnet man deshalb auch als nicht-essentiell. Acht der verwendeten Proteinbausteine kann unser Körper jedoch nicht selbst bilden. Sie müssen daher aufgenommen werden und werden deshalb als essentielle Aminosäuren bezeichnet. Diese lassen sich am häufigsten in tierischen Proteinen finden, weshalb diese auch häufig als wertvollere Nahrungsergänzung betrachtet werden. In den meisten Produkten sind jedoch pflanzliche und tierische Eiweißbestandteile enthalten.

Wie wirken Proteinsupplemente im Körper?

Im Normalfall decken wir unseren Bedarf an Proteinen, bzw. an essentiellen Aminosäuren durch unsere Nahrungsaufnahme. Dennoch gibt es Situationen, in denen eine ausgewogene Ernährung alleine nicht mehr ausreicht, um den Bedarf zu decken (z. B. beim Muskelaufbau), oder eine ausgewogene Ernährung zeitweise schwierig ist (z. B. bei einer Diät). In diesen Situationen kann es sinnvoll sein auf die beschriebenen Proteinsupplemente zurückzugreifen.

Beim Sport führt der Muskelaufbau mit der Zeit zu einer Verstärkung der einzelnen Muskelfasern, wodurch ein erhöhter und ständiger Bedarf an Aminosäuren besteht. Die Proteinsupplemente helfen auch bei einer schnelleren Regenerierung nach dem Training, wenn Sie diese zu sich nehmen. Doch nicht nur für den Muskelaufbau sind diese Präparate hervorragend geeignet. Ein großer Vorteil ist, dass jene in der Regel keinerlei oder nur wenig Fette enthalten und dennoch äußert lange satt machen können. Sie liefern eine gesunde Energiezufuhr und sind so auch beim Abnehmen sehr beliebt. In einigen Diäten ersetzen solche Proteinshakes (Hyperlink zu Diätshakes) unter Umständen sogar ganze Mahlzeiten, um die Kalorienzufuhr zu verringern.

Wie werden die Proteinsupplemente hergestellt?

Für die Herstellung von Eiweißnahrungsergänzungsmitteln können 5 Typen von Proteinen verwendet werden: Kollagene Proteine, Milchproteine, Molkeproteine, Sojaproteine und Hühnereiproteine. Die häufigsten Grundstoffe für Proteinsupplemente sind Proteine aus Milch- und Molkeeiweiß. Billige Nahrungsergänzungsmittel greifen hingegen gerne auf den billigsten Grundstoff, kollagene Proteine, zurück. Zwar sind diese in der Herstellung günstig, aber die biologische Verfügbarkeit der enthaltenen Aminosäuren ist schlechter als bei anderen Produkten. Die besten Produkte nutzen Proteine aus Molke, die auch als Whey-Proteine bezeichnet werden, einem Nebenprodukt bei der Käseherstellung. Diese Molke muss nur noch gefiltert werden, um das Wasser zu entfernen und ein entsprechendes Pulver zu erhalten. Dieses lässt sich besonders gut vom menschlichen Körper verwerten, weil auch geringe Mengen an Kohlenhydraten und hochwertigen Fetten enthalten sind. Diese Proteinsupplemente sind daher sehr beliebt bei Sportlern und Diätnutzern zur Unterstützung der Gewichtsabnahme.

Woran erkennen Sie gute Proteinsupplemente?

Wie bei vielen anderen Produkten auch, sollten Sie in der heutigen Zeit zunächst die Liste mit den Inhaltsstoffen begutachten, um zu erkennen, wie gut oder schlecht die Proteinsupplemente für Ihren Zweck geeignet sind. Dazu ist es auch wichtig zu wissen, dass die Reihenfolge der Auflistung sich nach der enthaltenen Menge richtet. Je weiter vorn also ein bestimmter Proteinbestandteil steht, desto mehr ist davon auch im Endprodukt enthalten. Damit Sie und Ihr Körper wirklich alle Vorteile des Proteinsupplements nutzen können, sollte dieses unbedingt kalt verarbeitet worden sein. Nur so kann gewährleistet werden, dass die ursprüngliche Proteinstruktur und die Wasserlöslichkeit erhalten bleiben. Eiweiße degenerieren unter Umständen schon bei um die 40°C, weshalb ein höheres Fieber auch schnell gefährlich werden kann. Ohne Angabe, wie das Proteinpulver verarbeitet wurde können Sie in der Regel davon ausgehen, dass auch Hitze zur Herstellung verwendet wurde. Um die Wasserlöslichkeit solcher erhitzten Produkte zu verbessern, werden diese teilweise vorbehandelt, um die Proteine in kleinere Bestandteile zu zerlegen. Der entsprechend Fachbegriff heißt dabei „hydrolysiert“. Lecker klingt das nicht und es schmeckt auch nicht wirklich – also lassen Sie lieber die Finger davon!

Haben Sie die Wahl, so sollten Sie sich für ein Produkt entscheiden, welches möglichst keine zusätzlichen Milchproteine enthält. Diese sind oft nur schwer löslich und für viele Menschen nur schlecht verdaulich. Ein solches Produkt lässt sich dann oft nur schwierig auflösen und verursacht unter Umständen sogar Blähungen oder Unwohlsein. Bei den qualitativ hochwertigeren Produkten finden Sie in der Regel weitere Hinweise zur Art der Herstellung. So steht dort unter Umständen auch der Begriff „Cross-Flow-Mikrofiltration“ oder „CFM“. Dieses Verfahren zählt zu den besonders schonenden und spricht für ein empfehlenswertes Proteinsupplement. Um diese Produkte herzustellen werden eine ganze Reihe von speziellen Filtern verwendet, die alle hochkomplexen und großen Verbindungen, aber auch Fette, zurückhalten. Damit lässt sich auch ein geringer Gesamtfettanteil von weniger als 2% im Pulver erreichen. Wenn Sie dieses dann als Getränk zubereiten sinkt dieser freilich noch weiter. Molkeproteinsupplemente sind auch deshalb zu bevorzugen, will sie einen neutralen Geschmack haben und ein Proteinshake deshalb auch gut schmeckt. Beachten Sie jedoch, wie dieses Proteinpulver herstellt wird und dass dieses dementsprechend KEIN veganes Produkt ist.

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